RUB » MB » SEPM » Kamingespräche
50. SEPM-Kamingespräch

Am Donnerstag, den 10.10.2019 fand das 50. SEPM-Kamingespräch im HZO 50 statt. Neben den vielzähligen interessierten Studierenden des ersten Semesters erschienen auch viele Studierende aus den höheren Jahrgängen. Die Moderation übernahm Prof. Dr. Jens Pöppelbuß und wurde dabei von Dr. Luis Barrantes unterstützt.

Diesmal durften wir drei besondere Gäste willkommen heißen, die unterschiedlichste Karrierelaufbahnen eingeschlagen haben und somit unterschiedliche Perspektiven des Berufslebens darstellen konnten.

Fabian Wacker ist Geschäftsführer der Zahnradfabrik Unna GmbH, ein KMU mit ca. 70 Mitarbeitern. Die Zahnradfabrik Unna GmbH hat eine fast 60-jährige Firmengeschichte und legt ihren Fokus auf die Einzelteil- und Kleinserienfertigung von wärmebehandelten, präzisen und geometrisch anspruchsvollen Bauteilen. Sie wirbt unter anderem mit ihrer extrem hohen Fertigungstiefe und ihrer individuellen und hochpräzisen Produktion.

Patrick Kosiedowski ist als District Sales Manager für Medtronic GmbH zuständig. Medtronic gehört zu den Marktführern der Medizintechnik und ist mit mehr als 370 Niederlassungen in 160 Ländern tätig. Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Dublin und beschäftigt weltweit 91000 Mitarbeiter. Die Firma ist für ihre Herzschrittmacher, Implantierbare Kardioverter-Defibrillatoren, Herzklappen, Insulinpumpen, Aortenstentgrafts, Koronarstents und Neurostimulatoren bekannt. Mehr als die Hälfte aller weltweit implantierten Herzschrittmacher werden von Medtronic hergestellt.

Juliane Barth arbeitet als Projektingenieurin im Trainee-Rotationsprogramm für EWE Netz GmbH und war trotz ihres jungen Alters schon für eine Vielzahl an Unternehmen tätig.

Als mittelbare Tochtergesellschaft der EWE AG wurde die EWE Netz GmbH 2006 mit Hauptsitz in Oldenburg gegründet und betreibt hochmoderne und effiziente Netze. Dazu gehören ein Stromnetz sowie ein Erdgasnetz im Ems-Weser-Elbe-Gebiet und zusätzlich Erdgasnetze in Brandenburg, Nordvorpommern und auf Rügen. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Betriebsführung, die Instandhaltung und den Ausbau der Netzinfrastruktur sowie auf den Netzvertrieb. Die Firma zeichnet sich unter anderem mit ihrer Kundennähe durch ihr dichtes regionales Netz aus.

Sowohl Herr Wacker als auch Herr Kosiedowski waren Absolventen des ersten SEPM-Jahrgangs, wodurch man die Entwicklung unseres Studienganges von der Vergangenheit bis zur Gegenwart erkennen konnte. Beide sind mit einem Bachelorabschluss ins Berufsleben eingestiegen.

Frau Barth hingegen schloss ihr Bachelorstudium im Maschinenbau ab und wechselte dann im Master zu SEPM.

Während des Gesprächs beantworteten die Referenten eine Vielzahl an Fragen, die sowohl von der Moderation als auch von den Studierenden gestellt wurden. Oft herrschte ein Konsens zwischen den Antworten. So wurde gesagt, dass eine gute Abschlussnote für die Jobchancen unmittelbar nach dem Studium nicht unwichtig ist, es aber andere Faktoren gibt, die eine höhere Relevanz aufweisen, wie zum Beispiel eine Tätigkeit als Werkstudent oder Praktika während des Studiums. Die Bedeutung dieser Tätigkeiten wurde im Laufe des Gesprächs immer wieder aufgegriffen. Auf die Frage, ob ein Masterstudium sich lohnt, konnte pauschal keine Antwort gegeben werden. Die Referenten waren sich jedoch einig, dass ein Master-Abschluss den Berufseinstieg erleichtern kann. Zusätzlich wurde den Studierenden vermittelt, dass gute Englischkenntnisse für einen Vertriebsingenieur heutzutage essentiell sind und dass Kenntnisse über spezifische Software, die über die Standardsoftware (wie z.B. Excel) hinausragen, positiv sind, diese jedoch auch ohne Vorkenntnisse erst im Beruf erlernt werden können.

Anschließend gaben die Referenten besonders den neuen Studierenden Tipps, um das Studium erfolgreich abschließen zu können. So wurde gesagt, dass Lerngruppen sehr hilfreich sind, da man sich in diesen bei Problemen gegenseitig unterstützen kann. Zusätzlich kann man durch Lerngruppen neue Freundschaften knüpfen, die dann auch nach dem Studium erhalten bleiben können.

Gegen Ende des Kamingesprächs eröffnete sich eine kleine Diskussion über die Rolle der Frau vor allem in technischen Berufszweigen. Frau Barth und die engagierten Mitarbeiterinnen des ISE- und ISSE-Lehrstuhls schilderten ihre gegensätzlichen Erfahrungen, die sie während ihres Berufslebens gesammelt haben. Man kam zum Entschluss, dass pauschal keine Aussage darüber getroffen werden kann, wie die Rolle der Frau in technischen Zweigen heutzutage aussieht, da dies abhängig von unterschiedlichen Faktoren wie der Unternehmenskultur und der Teamkonstellation ist.

Zum Abschluss des Kamingesprächs wurden unseren Referenten als Dank für ihr Erscheinen durch Prof. Dr. Jens Pöppelbuß und Dr. Luis Barrantes Geschenke überreicht.

50_Kaminabend_Foto