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51. SEPM-Kamingespräch

Zu unserem 51. Kamingespräch am 16.01.2020 durften wir neben den Mitarbeitenden und Studierenden der Fakultät Maschinenbau auch Kirsten Alting, Senior Case Manager VALUE Chain Service bei Evonik, und Michael Heßler, Niederlassungsleiter bei KAESER KOMPRESSOREN willkommen heißen. Nach einer herzlichen Begrüßung durch Dr. Barrantes, der das Kamingespräch moderierte, stellten sich die Referenten vor.

Kirsten Alting ist Diplom Chemieingenieurin und seit 2001 bei Evonik, ehemals Degussa, tätig. Durch Tätigkeiten in Forschung und Entwicklung, Anwendungstechnik und Marketing in verschiedenen Bereichen der Evonik hat Sie über die Jahre ein breites Wissen über die Produkte erlangt und gleichzeitig ein intensives Netzwerk aufgebaut, welches gerade für Ihre jetzige Tätigkeit in dem Servicebereich der Evonik von Vorteil ist.

Michael Heßler ist gelernter Feinmechaniker, nahm nach der Ausbildung den Wehrdienst wahr und schloss danach ein Ingenieursstudium an einer Fachhochschule ab. Nach einem beruflichen Stopp im Schiffsbau absolvierte er eine Fortbildung zur CNC-Maschinen-Programmierung. 1991 begann seine Karriere im Vertrieb (für Robotertechnik und Anlagenbau), wo er bereits Kontakte zu großen Firmen knüpfen konnte. Ab 1996 nahm er die Beschäftigung als Außendienstmitarbeiter im Bereich Kompressoren bei KAESER auf. Sechs Jahre später gelang dann der Aufstieg in seine aktuelle berufliche Position, wo er unter anderem administrative Tätigkeiten ausführt.

Im Anschluss begann das Gespräch mit den Anwesenden, die den Referenten unterschiedlichste Fragen über ihren Berufsalltag stellen durften. Oftmals bezogen sich diese auf den Vertrieb.
So wurde durch die Referenten anhand persönlicher Erfahrungen in Verhandlungsgesprächen der hohe Stellenwert der Softskills und der Persönlichkeit im Vertrieb unterstrichen, weswegen die persönliche Weiterbildung auch von Unternehmen gefördert wird. Herr Heßler unterstützte diese These anhand eines seiner erfolgreich abgeschlossenen Verkaufsgespräche, in dem er durch Emptahie die Pain-points eines Kunden erkannte, auf diese einging und letztendlich ein umfangreicheres Leistungspaket verkaufte. Zudem sei technisches Wissen (z.B. zur Thermodynamik) ebenso essentiell.

Auf die Frage, welche Projekte unterstützt und umgesetzt werden sollen, entgegnete Frau Alting, dass für ihr Unternehmen durch diese Projekte ein Nutzen und ein Mehrwert ersichtlich sein muss. Weiter müssen die Ideen und Produkte verkaufsfähig sein. Dann wird überlegt, wie Produkte konkurrenz- und marktfähig gemacht werden können. Die Kunden werden in den Entwicklungsprozess einbezogen, sodass dabei stets ein zeitnahes Feedback wichtig ist. Bei Evonik sollen daher Systemlösungen angeboten werden und Synergieeffekte genutzt werden. So wird dem Kunden nicht bloß ein Produkt, sondern ein ganzes System zur Verfügung gestellt – ein internes Netzwerk des Unternehmens bietet das Paket dann an.

Hinsichtlich der Herausforderungen, denen er im Umgang mit internen und externen Kunden begegnet, betont Herr Heßler, dass die Geschwindigkeit, die Fähigkeit Prozesse, Software und Materialien und den Veränderungen anzupassen vor allem im Zuge der Digitalisierung eine Herausforderung darstellt. Das Unternehmen müsse es schaffen, Vordenker, IT-Menschen, Dienstleister und normale Menschen auf einen Nenner zu bekommen.

Gegen Ende des Gesprächs wurde, wie auch in den vergangenen Kamingesprächen schon mehrmals aufgegriffen, der englischen Sprache durch die Referenten eine wesentliche Bedeutsamkeit im Berufsalltag zugesprochen. Beide Referenten waren sich einig, dass aus diesem Grund englischsprachige Seminare wichtig seien.

Zum Schluss des Kamingesprächs bedankte Dr. Barrantes sich bei den Referenten für die dargebotenen Einblicke in die Unternehmenspraxis und die vielfältigen Antworten. Nach Beendigung des offiziellen Parts sind alle willkommen, mit den Referenten noch ins Gespräch zu kommen und weitere Fragen zu stellen.