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54. SEPM-Kamingespräch

Protokoll

54. SEPM- Kamingespräch

Dr.-Ing. Tim Groß, Project Manager (Industrial Program Management), Vaillant Group

Tim Schröder, M.Sc., Junior Project Engineer, RWE Technology International GmbH

Am 26.11.2020 durften Herr Prof. Jens Pöppelbuß und Herr Dr. Luis Barrantes neben den Studierenden der Fakultät für Maschinenbau auch Dr.-Ing. Tim Groß und Tim Schröder, zwei ehemalige SEPM-Studierende, zum 54. Kamingespräch begrüßen.

Wie schon die letzten beiden Kamingespräche im Jahr 2020 fand auch dieses Online über Zoom statt. Auf diese Weise hatten unsere Erstsemester des Studiengangs SEPM auch im digitalen Semester die Möglichkeit, ihre persönlichen Fragen zu stellen und einen Einblick in ihren möglichen späteren Berufsalltag zu gewinnen. Auch auf Tipps für das erfolgreiche Studium und das Arbeiten im Homeoffice zu Zeiten von Corona wurde eingegangen. 

Nach einer herzlichen Begrüßung durch Herrn Dr. Barrantes, der das Kamingespräch moderierte, stellten sich die Referenten vor.

Dr.-Ing. Tim Groß arbeitet als Project Manager (im Industrial Program Management) bei der Vaillant Group. Die Vaillant Group ist einer der weltweiten Markt- und Technologieführer in den Bereichen Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnik. Im internationalen Umfeld leitet Herr Dr.-Ing. Tim Groß Organisations- und Strukturprojekte zur Portfoliooptimierung. Bei der Vaillant Group ist er als Executive Assistent der Geschäftsführung eingestiegen.  Der Deutschlandstipendiat, der während seines SEPM-Bachelors mit der Vertiefungsrichtung Energie- und Verfahrenstechnik als Studentische Hilfskraft gearbeitet hat, ist für den Master in den Studiengang Maschinenbau gewechselt. Anschließend promovierte er an der TU-Darmstadt am Institut für Fluidsystemtechnik.

Tim Schröder, der das SEPM-Studium mit der Vertiefungsrichtung Energie- und Verfahrenstechnik im Jahr 2019 in Regelstudienzeit mit Auszeichnung, das Bachelorstudium zugleich als bester Absolvent, ausgezeichnet mit dem Continental-Award, abgeschlossen hat, ist Junior Project Engineer bei der RWE Technology International GmbH. Bei der RWE Technology International GmbH, welche ein weltweit führendes Unternehmen für unabhängige technische Beratungsleistungen, Betriebs- und Instandhaltungsberatung und Expertise im Energiesektor ist, absolviert er ein Einstiegsprogramm mit sehr abwechslungsreichen Aufgaben. Der Deutschlandstipendiat hat schon zu Beginn seines Studiums angefangen als Werkstudent zu arbeiten, sowohl im Vertrieb und Marketing wie auch im Technischen Bereich, konnte er sich als Praktikum anrechnen lassen. 

Beide sprachen drüber, wie sie durch den Tag der offenen Tür an der RUB bzw. einen Prospekt auf den Studiengang aufmerksam geworden sind. Für beide war schon zu Schulzeiten klar, dass es in den naturwissenschaftlichen Bereich gehen sollte, doch nicht nur die Technik sollte im Vordergrund stehen, auch der Kontakt mit Menschen bspw. in Projektarbeiten sollte Inhalt des Studiums sein.

Somit war SEPM auch im Nachhinein für beide die richtige Studienwahl. Aspekte wie Kommunikation und Strukturierung bei fundierten Technikkenntnissen seien im Berufsalltag von hoher Relevanz.

Für das Studium empfehlen beide frühzeitig Kontakt zu Kommilitonen zu knüpfen. Gute Lerngruppen machen das Studium nicht nur einfacher, sondern auch schöner, beide sind noch bis heute mit ihren „Uni-Freunden“ in Kontakt. Gerade in vermeintlich schweren Grundlagenfächern können Lerngruppen sowie gemeinsame Lernunterlagen sehr hilfreich sein. Die Selbstorganisation sei einer der wichtigsten Punkte für ein erfolgreiches Studium, Herr Dr.-Ing. Tim Groß investiert auch heute noch viel Zeit in Planung und Organisation. Für Herrn Schröder ist die ordentliche Dokumentation und das Zusammenhalten von Lernunterlagen das Entscheidende. Ob man besser in der Gruppe oder allein, in der Uni oder Zuhause lernt, muss jeder für sich selbst herausfinden und hängt auch vom Fach ab. Herr Dr.-Ing. Groß thematisiert, dass auch er teilweise nur für Klausuren gelernt hat, im Nachhinein gibt er den Tipp langfristiger zu denken, Methoden wie das KANO-Modell oder das House of Quality begegnen ihm noch heute im Arbeitsalltag. Im Nachhinein sei nicht die Note entscheidend, sondern zu wissen, wie man die Inhalte in der Praxis anwendet.

Auch wie sich die Arbeit zu Zeiten von Corona verändert hat wurde thematisiert, beide arbeiten zum Großteil im Homeoffice. Herr Dr.-Ing. Groß betont, dass gerade Entscheidungen schwerer über Skype zu treffen sind, im Allgemeinen sei eine Gewöhnung an die hauptsächliche Verwendung von Skype notwendig gewesen. Es verlange mehr Konzentration, der Start neuer Projekte sei aus dem Homeoffice schwieriger durchzuführen. Aus Sicht von Herrn Dr.-Ing. Groß sei alleiniges Homeoffice für ihn auf Dauer keine Lösung, auch weil bspw. der informelle Austausch beim Mittagessen mit Kollegen fehle. Besonders die Erarbeitungen und Entwicklungen gemeinsamer Lösungen bspw. an einem Whiteboard kann online nicht in derselben Weise wie vor Ort durchgeführt werden. Dennoch werde es auch nach Corona nicht mehr wie vorher sein. Eine Erhöhung der Homeoffice-Quote wird auch in der Vaillant Group angestrebt. Von ähnlichen Erfahrungen berichtet Herr Schröder, auch ihm fehlt der Small Talk und das gemeinsame Mittagessen. Doch im Arbeitsalltag sei keine große Änderung zu erkennen, schon vorher wurde sehr digital, unter anderem mit Skype, gearbeitet, da nicht alle Kollegen zentral in Essen sitzen. Momentan dürfen ca. 30% der Mitarbeiter im Büro anwesend sein. In Zukunft sollen ca. 30% dauerhaft aus dem Homeoffice arbeiten und die Organisationsform des Desksharing im Büro eingeführt werden.

Wir bedanken uns bei den Referenten Dr.-Ing Tim Groß, Vaillant Group, und Tim Schröder, RWE Technology International GmbH, für Ihren Besuch, für ihren wertvollen Input für alle SEPM-Studierenden, und wünsche ihnen weiterhin viel Erfolg und Glück in Ihren Jobs!

„Auch wenn das Studium weh tun kann und Hürden genommen werden müssen, lohnt es sich, da die Absolventen mit dem erlernten Handwerkszeug sehr viele tolle Jobs bekommen können“, so Herr Dr.- Ing. Groß abschließend. Dieser Meinung schloss sich Herr Schröder an: „SEPM mit der Schnittstelle Technik und Kommunikation ist sehr gefragt.“

Mit diesen abschließenden Worten von unseren beiden Referenten wünschen wir allen Studierenden weiterhin ein erfolgreiches Studium!